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Die aktuelle Wirtschaft Italiens

 

Italien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die italienische Wirtschaft ist die sechstgrößte der Welt und ist bezüglich ihres BIP mit der Frankreichs und Großbritanniens vergleichbar. Am BIP gemessen hat Italien den zweithöchsten Schuldenstand der gesamten EU. Die Staatsverschuldung am BIP wies im Jahr 2004 106,5% auf, womit Italien nur knapp vor Griechenland, mit 109,3% lag.


Rohstoffe:

Italien besitzt, kaum natürliche Ressourcen. Die italienischen Wirtschaft ist deshalb im verarbeitenden Gewerbe am stärksten, vor allem in kleinen und mittelständischen familiengeführten Unternehmen. Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinenbau, Autos, Chemie, Pharmaprodukte, elektronische Produkte, Mode und Kleidung.



Währung:

Im Jahre 2002 wurde die Währung Lira vom Euro abgelöst.


Export:

Maschinenbauerzeugnisse, Textilien/Bekleidung, Kraftfahrzeuge und Erzeugnisse der chemischen Industrie zählen zu den wichtigsten Exportgütern Italiens, da eben so wenig Bodenschätze vorhanden sind.


Energieversorgung:

Italien hatte bis 1990 einige Kernkraftwerke. Aufgrund der Tschernobylkatastrophe begann Italien 1987 einen schrittweisen Atomausstieg. Das letzte italienische Atomkraftwerk wurde 1990 abgeschaltet. Heute produziert Italien seinen Strom vor allem in thermischen Kraftwerken und importiert einen erheblichen Teil des Stroms, überwiegend aus Frankreich und der Schweiz.


Nord-Süd-Gefälle:

Charakteristisch für Italien ist die Zweiteilung des Landes. Der Norden mit seinen großen Wirtschaftzentren und Metropolen verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und ist somit wirtschaftlich mit den nördlichen Nachbarländern vergleichbar. Der Süden Italiens, auch Mezzogiorno genannt, ist eine der strukturschwächsten Regionen der EU. Die Landwirtschaft spielt dort noch eine große Rolle. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenraten, eine erhöhte Kriminalitätsrate und die Abwanderung vieler Menschen in den stark industrialisierten Norden.


Staatsausgaben:

Der Anteil der Staatsausgaben lag zwischen 1992 und 2000 für

das Gesundheitswesen bei 11%

das Bildungswesen bei 8%

das Militär bei 4%

Autor: guitar-_-me
Geschrieben am: 23.04.2006, 18:03 Uhr
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