Erneuerbare Energien
Einleitung:
Bis heute wird Energie gewonnen, indem man Rohstoffe verbrennt, die nie
wieder nachwachsen. Aus nachwachsenden Rohstoffen beziehungsweise aus nie
ausgehenden Rohstoffen wird heute noch kaum Energie gewonnen. Nur
vereinzelt sieht man Windkraftwerke, Wasserkraftwerke, Solaranlagen, .......
Doch ist das nicht der falsche Weg? Ist es richtig, dass die Luft immer stärker
durch Abgase verschmutzt wird? Sollen wir wirklich das gesamte Erdöl
verbrauchen, damit wir unseren Spaß am Autofahren haben? Wahrscheinlich
schon. Auch wenn es unseren Kindern gegenüber unfair klingen mag, doch ehe
nicht alles verbraucht und kaputt ist, wird die Menschheit nicht begreifen, dass
es sehr wohl auch andere, wahrscheinlich bessere Wege, gäbe.
Diese Arbeit soll Ihnen nun die verschiedenen Wege, um umweltfreundlich
Energie zu gewinnen, zeigen und beschreiben. Vielleicht gibt sie Ihnen auch ein
paar Denkanstöße für diverse Umbauten bei Ihnen zu Hause.
Zu den einzelnen Systemen könnte man noch wesentlich mehr schreiben, doch
um es übersichtlich zu behalten, wird Ihnen nur das Wichtigste mitgeteilt.
Umweltbewusste Energiegewinnung:
Heute gibt es bereits viele verschiedene Möglichkeiten, um umweltfreundlich
Energie zu gewinnen. Zum Beispiel gibt es die bekannten Systeme wie
Solaranlagen, Windkraftanlagen, Wasserwerke, Brennstoffzellen, usw. Weiters
gäbe es auch noch Möglichkeiten, die weniger bekannt sind. Wie zum Beispiel
die Nutzung der Meerestemperaturunterschiede, der Wärme des Magmas, usw.
In dieser Arbeit werden Ihnen nur die heute bereits praktisch angewandten
Anlagen näher gebracht.
Solarenergieanlagen:
Allgemein unterscheidet man Solaranlagen zur Stromerzeugung und Anlagen
für die Erwärmung des Trink- bzw. Brauchwassers. Beide Typen nutzen die
Energie der Sonneneinstrahlung. Das eine System benötigt die Wärme der
Sonneneinstrahlung, das andere die Energie der Photonen (Lichtquanten).
Systeme zur Erwärmung des Wassers:
Hier führt man ein Rohr durch einen Sonnenkollektor und pumpt danach Wasser
hindurch. Auf Grund der Sonneneinstrahlung wird das Wasser erwärmt, und
diese Wärme wird danach durch einen Wärmetauscher an das Trink- bzw.
Brauchwassernetz weitergegeben. Es gibt aber auch Systeme, bei denen kein
Wärmetaucher verwendet wird. Dort ist der Verbraucher direkt über die Trinkbzw.
das Brauchwasserleitungen mit den Kollektor verbunden. Diese Lösung ist
allerdings problematisch, da man im Winter etwas Frostschutz in die Leitungen
einbringen sollte. Glykol ist bekanntlich ein Bestandteil des Frostschutzes, und
das ist für den Menschen giftig.
Im Wesentlichen unterscheidet man 3 Systeme:
Ø Systeme ohne Umlauf: Hier wird das Wasser unter dem Kollektor
nicht bewegt, die Wärme wird mittels eines Wärmetauschers an das
Brauchwassernetz weitergegeben.
Ø Systeme mit Schwerkraftumlauf: Hier wird das Wasser durch die
Gesetze der Schwerkraft in Kreislauf gehalten. Dies geschieht meistens
mit Höhenunterschieden zwischen den einzelnen Elementen. Hier kann
man zusätzlich noch variieren, zwischen einem System mit oder ohne
Wärmetauscher.
Ø Systeme mit Zwangsumlauf: Hier wird das Wasser durch eine Pumpe
in Bewegung gehalten. Man kann wiederum wählen, zwischen den
Systemen mit oder ohne Wärmetauscher.
Bei den Kollektoren gibt es verschiedenste Bauweisen. Hier sollte man den für
sein Haus am günstigsten Kollektor auswählen.
Ein praktisches System mit Zwangsumlauf kann folgendermaßen aussehen:
Anwendungsbereiche:
Ø In Wohnhausanlagen
Ø In Bürogebäuden
Vorteile:
Ø Man spart Heizkosten
Nachteile:
Ø Teure Anschaffung
Ø Wetterabhängig
Ø Im Winter Frostgefahr
Systeme zur Stromerzeugung:
Grundsätzliche Wirkungsweise:
Durch einen dotierten Halbleiter wie zum Beispiel Silizium, erhält man eine “p
– dotierte“ Schicht mit einem Überschuß an freien positiven Ladungsträgern und
eine “n – dotierte“ Schicht mit negativen Ladungsträgern und eine n-/p-
Grenzschicht. Nun gibt es in dem Kristallgitter eine Fehlstelle, ein sogenanntes
Loch. Dieses hat eine positive Ladung, die der Ladungsgröße eines Elektrons
entspricht. Damit wirkt es auf ein Elektron ein, was dazu führt, daß sich dieses
aus seiner Bindung löst und das Loch besetzt. Dadurch entsteht wieder ein Loch,
welches seinerseits auf ein Elektron wirkt. Dadurch verlässt ein weiteres
Elektron seinen alten Platz, besetzt das Loch und hinterläßt eine Fehlstelle. Im
Prinzip ein Kreislauf ohne Ende. Dadurch entsteht an der Trennschicht ein
elektrisches Feld.
Treffen nun Photonen (Lichtquanten = massenlose Elementarteilchen) auf
die dotierte Silizium - Schicht, werden durch die Energie der Photonen, aus
dem Atomverband des Kristalls, Elektronen gelöst. Diese werden durch das
elektrische Feld sortiert. Es entsteht eine Potentialdifferenz und damit an den
äußeren Anschlußkontakten auch eine Spannung, so daß bei Anschluß eines
Verbrauchers ein Strom fließen kann (siehe Abb.2).
Solarmodule:
Die derzeit üblichen kristallinen Solarzellen von 100 x 100 mm Größe geben
bei voller Einstrahlung eine Leistung von cirka 1,5 Watt bei einem Strom von
etwa 2,5A ab. Um unter diesen Bedingungen zu technisch nutzbaren
Leistungen zu gelangen und um das hochempfindliche Silizium - Plättchen
zu schützen, ist es notwendig mehrere Solarzellen zu einem Solarmodul zu
verschalten. Diese haben meist eine Vorderabdeckung aus Glas, eine
Rückseitenabdeckung und einen Rahmen. Diese Außenbauteile sollen das
Solarmodul vor extremer Witterung und Beschädigung beschützen.
Solche Module bestehen meist aus zehn bis 40 einzelnen Zellen. Je nach
Spannungs- und Strombedarf lassen sich die Zellen des Moduls in Reihe
(Spannungen addieren sich; Stromstärke ist konstant) oder parallel
(Stromstärken addieren sich; Spannung ist konstant) schalten.
Die maximale Leistung von Solarzellen und -modulen, wird in Wattpeak (Wp)
angegeben. Um diese zu erreichen, müssen aber Bedingungen herrschen, die
eher selten vorkommen. Nämlich eine Einstrahlung von 1000W/m², eine
Zellentemperatur von 25C° und ein Lichtspektrum mit der Stärke 1,5.
Allgemein lässt sich sagen, dass die Leistung einer Solarzelle stark abhängig
von der Temperatur der Zelle ist. Denn pro Grad Temperaturerhöhung sinkt die
Spannung um mehr als 0,5%, der Strom steigt um ca. 0,05%. Für die Leistung
wirkt sich gerade die Spannungsabhängigkeit stark aus, was bedeutet, dass die
Leistung auch um ca. 0,5% sinkt, wenn die Zelle um 1 Grad wärmer wird.
Mehrere Zusammengeschaltete Module ergänzen sich zu einem PV – Generator
(Solargenerator).
Ein im Haushalt gebräuchliches Stromnetz mit PV Generator sieht zum Beispiel
so aus:
Der Wechselrichter wird dazu benötigt, um den von der Solarzelle erzeugten Gleichstrom in netzfähigen Wechselstrom zu verwandeln.
Anwendungsbereiche:
Ø In Wohnhausanlagen
Ø In Bürogebäuden
Ø In Fahrzeugen
Vorteile:
Ø Umweltfreundliche Energiegewinnung
Ø Man ist von keinem Stromnetzbetreiber abhängig
Ø Man kann in das öffentliche Netz Strom einspeisen und bekommt dafür Geld
Nachteile:
Ø Im Winter ist die Sonneneinstrahlung nicht optimal
Ø Teuer in der Anschaffung
Windkraftanlagen :
Funktionsweise:
Ein Windrad funktioniert nur deshalb, weil es dem Wind Leistung
beziehungsweise Energie entzieht. Dies geschieht dadurch, da die Luftströmung
am Windrad stark abgebremst wird, und beschleunigte Teilchen, in dem Fall
abgebremste Teilchen (negativ beschleunigte), geben Energie ab. Ein Windrad
mit 100% Wirkungsgrad ist nicht möglich, da sonst die Luft komplett
abgebremst würde und unmittelbar beim Windrad stehen würde. Bekanntlich
laufen Strömungen immer den Weg des geringsten Widerstandes, aber stehende
Luft ist ein zu großer Widerstand, und deshalb würde die nachkommende
Luftströmung einen anderen Luftkanal nehmen und das Windrad könnte nicht
die gewünschte Leistung erzielen. Der theoretisch maximale Wirkungsgrad nach
Albert Betz ist 59,3%. Dies ist allerdings auch nur ein rechnerisches Ergebnis
und kann in der Praxis niemals erreicht werden, da die Flügelform noch nicht
perfekt ist, wir mit Getriebeverlusten rechnen müssen, das Nabenlager Reibung
erzeugt und weil im Generator Umwandlungsverluste zu verzeichnen sind.
Standorte:
Den richtigen Standort für Windräder zu finden ist äußerst schwierig. Da sollten
keine Bäume, Häuser oder andere Hindernisse in unmittelbarer Nähe sein,
welche Wirbelzonen erzeugen und damit die Windkraftanlage stören. Als
nächstes muss man darauf achten, dass man eine bestimmte Mindest-
Jahresdurchschnitts- Windgeschwindigkeit einhält. Allerdings sollte diese
Geschwindigkeit wirklich über das gesamte Jahr eingehalten werden, und nicht
nur im Winter soviel Wind wehen, dass der Durchschnitt erreicht wird, denn
sonst würde das Windrad im Sommer keinen Strom erzeugen können oder
andere Geräte antreiben können. Als nächstes ist darauf zu achten, dass man
nicht in unmittelbarer Nähe eines Hauses ein solches Windrad baut. Erstens
wegen der oben genannten Wirbelzonen und zweitens können Windräder Lärm
verursachen, der ungefähr 50 Dezibel erreicht.
Gute Standorte sind in Amerika gefunden worden, und deshalb errichtete man
dort gleich riesige Windparks die doch einigen Strom erzeugen.
Wenn man ein kleines Windrad bei sich zu Hause errichten will, sollte man es
nicht am Dach montieren, da das Windrad Schwingungen erzeugt, die unter
anderem den Dachgiebel zerstören können, aber bei einer bestimmten Frequenz,
nämlich der Eigenfrequenz des Hauses, den Einbruch von diesem bewirken
kann.
Typen:
Grundsätzlich unterscheidet man Darrieus – Rotoren und horizontal laufende
Windräder.
Horizontal laufende Windräder:
Bei diesen Typen ist zu erwähnen, dass eine bestimmte Windstärke erforderlich
ist, damit das Windrad arbeitet (der Generator benötigt eine Mindestdrehzahl,
und andere mechanische Antriebe benötigen auch eine bestimmte Drehzahl),
dass aber auch nicht zu starker Wind herrschen darf, da sonst ein dafür
konstruierter Schalter das Windrad ausschaltet und somit eine Überlastung des
Generators beziehungsweise die Zerstörung der Teile verhindert. Aus welcher
Richtung der Wind kommt ist egal. Diese Windräder sind meist an einem Mast
in gewisser Höhe montiert, damit sie den erforderlichen Wind erhalten.
Im Wesentlichen unterscheidet man hier zwei Typen: Langsamläufer und
Schnellläufer.
Langsamläufer:
Diese haben meistens viele, im Querschnitt etwas schwächere
Flügel. Diese Flügel addieren sich zu einer großen Flügelfläche,
und eine solche hat ein sehr großes Anlaufmoment. Das bedeutet,
dass ein relativ leichter Wind wehen muss, um es in Gang zu
bringen. Dieser Typ ist eher für niedrigere Drehzahlen gebaut.
Deshalb verwendet man diese Typen eher für langsame Antriebe
wie zum Beispiel Pumpen und so etwas. Für die Stromerzeugung ist
dieser Typ nicht geeignet, da ein Generator mindestens 800 – 3000
Umdrehungen pro Minute benötigt, um Strom zu erzeugen. Es
wurde versucht, mit einer dementsprechenden Übersetzung diese
hohen Drehzahlen zu erreichen, doch von dem kam man wieder ab,
da der Wirkungsgrad eines Getriebes zu schlecht dazu ist.
Diese Anlagen können etwa 20 – 30% der im Wind enthaltenen
Energie nutzen.
Schnellläufer:
Diese Typen haben meist zwei bis vier schlanke, aerodynamische
geformte Flügel. Dadurch ergibt sich eine kleine Flügelbeziehungsweise
Blattfläche und somit ein geringes Anlaufmoment.
Das bedeutet wiederum, dass ein etwas stärkerer Wind zum Anlauf
erforderlich ist als beim Langsamläufer. Diese Typen erzeugen
relativ hohe Drehzahlen und sind deshalb sehr gut zur
Stromerzeugung geeignet, da der Generator mit diesen Drehzahlen
nun auch arbeiten kann. Je weniger Flügel man verwendet und je
schmaler das Profil der Flügel ist, desto größer wird die Drehzahl
und somit die Leistung des Generators. Man machte bereits
Versuche, einblättrige Windräder mit Gegengewichten zu
verwenden, doch diese waren nicht rentabler als zweiblättrige. Die
Herstellung von zweiblättrigen Windanlagen ist auch leichter, da
das einblättrige Rad mit dem Gegengewicht extrem gut gewuchtet
sein muss, damit die Nabenlager nicht zusätzlich beansprucht
werden.
In der Praxis werden häufig Windräder mit zwei Flügel verwendet,
da sie um einiges leichter zu bauen sind als diese mit drei
beziehungsweise vier Flügeln.
Solche Typen können cirka 30 – 50% der Windenergie verwerten
und umwandeln.
Darrieus – Rotoren:
Diese Windräder sehen im Wesentlichen wie Zwiebelschalen aus. Aus welcher
Richtung der Wind kommt ist auch hier egal. Diese Rotoren haben den Vorteil,
dass sie nicht in einer gewissen Höhe montiert werden müssen, sondern dass sie
auch in Bodennähe funktionieren. In Westeuropa gilt dieser Rotor als veraltet,
und wird kaum mehr benutzt. Aber in den Entwicklungsländern spielt diese
Anlage noch eine nicht unwesentliche Rolle bei der Energieerzeugung.
Dieser Darrieus Rotor sieht in etwa so aus.
Anwendungsgebiete von Windrädern:
Ø Für Netzbetreiber wie EVN
Ø Für den Privathaushalt
Vorteile von Windrädern:
Ø Wind ist eine Energiequelle, die nie ausgeht.
Ø Mit Hilfe von Wind kann man Energie erzeugen, ohne dabei auf
fossile Brennstoffe oder Atomenergie zurückgreifen zu müssen, was
natürlich sehr umweltfreundlich ist.
Ø Sie erzeugen keine Abgase oder andere Stoffe, die die Umwelt
zerstören.
Nachteile von Windrädern:
Ø Geräusche: Viele Menschen, die in der Nachbarschaft von
Windkraftanlagen wohnen, fühlen sich durch die Geräusche, die die
Rotorenblätter beim Drehen verursachen, gestört.
Ø Verunstaltung der Landschaft: Durch die Größe der
Windenergieanlagen wird eine relativ große Fläche benötigt. Die
Fläche rund um die Türme kann landwirtschaftlich genutzt werden,
man muß sich jedoch erst an den Anblick der großen Türme
gewöhnen.
Ø Beeinträchtigungen im Windschatten der Anlagen: Es kommt vor, daß
zum Beispiel das Fernsehbild bei Empfängern, die im Windschatten
der Windenergieanlagen stehen, flackern. Außerdem weiß man auch
noch nicht, inwiefern Veränderungen durch den ständigen Austausch
der Luftschichten eintreten können.
Ø Das Preis- Leistungsverhältnis ist noch nicht optimal.
Wasserkraftwerke :
Funktionsprinzip:
Die Wirkungsweise von Wasserkraftwerken beruht auf der Strömungskraft des
Wassers. Deshalb kann man solche Kraftwerke auch nur an Flüssen bauen. Das
Wasser eines Flusses wird durch einen schmalen Kanal geleitet, und durch den
Druck des Wassers wird eine Turbine angetrieben. Durch diese Turbine wird
wiederum ein Generator angetrieben, der Strom erzeugt.
Eine Turbine arbeitet ähnlich den Windkraftwerken. Die Flügel der Turbine
bremsen die Flussströmung ab, und beschleunigte oder bewegte Teilchen
besitzen Energie, die sie dann an die Turbine weitergeben. Die Turbine wandelt
diese Energie in eine Drehbewegung um.
Standorte:
Ø In großen Flüssen wie zum Beispiel der Donau. (zum Beispiel in Ybbs
oder in Linz)
Ø An kleineren Bächen, für den Privathaushalt.
Ø An kleineren Bächen in etwas abgewandter Form (Wassermühlen) für
Bäckereien usw. (vor allem früher verwendet)
Vorteile:
Ø Umweltfreundliche Energieerzeugung
Ø Relativ guter Wirkungsgrad
Ø Solche Kraftwerke kann man manchmal auch als Brücke über große
Flüsse verwenden.
Nachteile:
Ø Teure Anschaffung
Ø Wartung nötig
Brennstoffzelle:
In Brennstoffzellen kann chemische Energie mit hohem Wirkungsgrad und
minimalen Emissionen direkt in elektrischen Strom umgewandelt werden. Einer
Brennstoffzelle werden dazu kontinuierlich gasförmige Brennstoffe (z.B.:
Wasserstoff oder Erdgas) und Luft zugeführt.
Funktionsprinzip:
Das Grundprinzip wird durch die räumliche Trennung der Reaktionspartner
durch einen ionenleitfähigen Elektrolyten verwirklicht, der auf beiden Seiten mit
porösen Elektroden (Anode und Kathode) in Kontakt steht. Auf diese Weise
läuft die chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff nicht
explosionsartig als Knallgasreaktion ab, sondern wird kontrolliert durchgeführt,
so dass der Elektronenaustausch zwischen den Reaktionspartnern über einen
äußeren Stromkreis erfolgt und dabei elektrische Energie liefert.
Die Brennstoffzelle ist für die umweltfreundliche Stromerzeugung und für
einen emissionsarmen Fahrzeugantrieb sehr gut geeignet und kann in
der zukünftigen Energieversorgung eine zentrale Rolle spielen.
Eine Brennstoffzelle erreicht Wirkungsgrade von bis zu 60%.
Der Einsatz von Brennstoffzellen im mobilen Bereich:
Der heutige Bedarf an Mobilität führt zu einer immensen Verkehrsbelastung
und damit zu extremen Emissionen im Straßenverkehr. Elektrofahrzeuge
haben am Fahrzeug selbst keine Emissionen, besitzen aber mit
Batteriespeicher eine relativ geringe Reichweite bei langen Ladezeiten.
Brennstoffzellen im Automobil können elektrischen Strom sehr effizient direkt
aus chemisch gespeicherter Energie gewinnen. Etwa 70% aller Autofahrten erfolgen im Stadtverkehr. Da die Brennstoffzelle einen hohen Wirkungsgrad bei einer Teillastbeanspruchung, wie es in der Stadt ist, hat, könnte man dort die Emissionen deutlich reduzieren.
Wird Wasserstoff als Energieträger verwendet, so ist das Auto sogar emissionsfrei, da lediglich Wasser produziert wird. Um Wasserstoff im Fahrzeug lagern zu können, benötigt man aber voluminöse und schwere Wasserstoffdrucktanks. Günstig wäre es, würde man diese Brennstoffzellen mit Alkoholen wie zum Beispiel Methanol betreiben.
Anwendungsbereiche:
Ø Energieerzeugung im Haushalt
Ø Bei Fahrzeugen
Vorteile:
Ø Umweltfreundlich
Ø geruch- und geräuscharm
Nachteile:
Ø Teure Anschaffung
Ø Die Lagerung von Wasserstoff ist zur Zeit noch schwer
Wasserstoffantrieb :
Der Wasserstoffantrieb ist eine weitere Möglichkeit, sein Auto
umweltfreundlich in Betrieb zu nehmen.
Funktionsprinzip:
Ein Wasserstoffmotor funktioniert im Prinzip wie ein normaler
Benzinverbrennungsmotor, nur dass als Brennstoff Wasserstoff verwendet wird.
Herstellung von reinem Wasserstoff:
Um reinen Wasserstoff zu erhalten, muss man zuerst eine Elektrolyse mit
Wasser durchführen. Diese benötigt relativ viel Energie und ist ziemlich
aufwendig. Danach muss man den Wasserstoff entweder flüssig in ein
tiefgekühlten Tankbehälter unterbringen, oder man füllt es in einen Behälter mit
Metallhydrid. Dieses Material saugt den Wasserstoff auf, und es ist keine
zusätzliche Kühlung notwendig. Beim Tanken von Wasserstoff ist stets darauf
zu achten, dass sich auf keinen Fall Sauerstoff mit dem Wasserstoff vermengt,
da es sonst zu einer Explosion kommt. Meistens wird über ein Vakuumsystem
getankt, um etwaige Schwierigkeiten zu vermeiden. Außerdem muss ein Tank
zu 100% dicht sein, da Wasserstoff stark flüchtig ist und sonst entweichen
würde. Das bedeutet auch, dass man für den Motorblock spezielle Materialien
benötigt, da man sonst mit einem großen Treibstoffverlust zu rechnen hat.
Resümee:
Heute ist ein Wasserstoffantrieb weder wirtschaftlich noch sinnvoll.
Es würden zu große Kosten bei der Anschaffung des Wasserstoffs, der Lagerung
und auch beim Fahrzeugumbau auftreten.
Anwendungsgebiete:
Ø Fahrzeuge
Vorteile:
Ø Umweltfreundlich
Nachteile:
Ø Teure Anschaffung
Ø Schwierige Lagerung
Ø Gefahr beim Tanken
Zukunftsperspektiven :
Diese Angaben beruhen hauptsächlich auf dem Delphi Report. Das ist eine
Umfrage, bei der Wissenschaftler zu einem bestimmten Thema über die Zukunft
befragt werden.
Es wird erwartet, dass es im Jahr 2002 große Busse und Lastwagen gibt, die mit
Alkohol als Haupttreibstoff angetrieben werden und deren Abgase entsprechend
sauber sind.
Außerdem wird im selben Jahr erwartet, dass die Energiegewinnung aus
Biomasse weltweit allgemeine Anwendung findet.
Im Jahr 2004 wird die Wärme heißer Gesteinsmassen durch eine geothermische
Energiegewinnungstechnik genutzt.
Solarzellen finden wahrscheinlich im Jahr 2006 in privaten Haushalten
allgemeine Verwendung.
Kraftfahrzeuge und Maschinen, die statt Benzin oder Alkohol Wasserstoff als
Treibstoff verwenden, werden im Jahr 2010 allgemein eingesetzt.
Brennstoffzellen, die Methanol verwenden, finden als umweltfreundliche,
hocheffiziente und transportable Stromquellen, z.B. für Elektroautos, cirka im
Jahr 2011 allgemeine Verwendung.
2016 wird eine Technik entwickelt, mit der die Wärme des Magma Reservoirs
in elektrischen Strom umgewandelt werden kann.
Die Temperaturunterschiede des Meerwassers können voraussichtlich ab 2017
zur Elektrizitätsgewinnung genutzt werden.
Schlusswort:
Ich denke, dass man heute bereits versuchen sollte, möglichst auf alternative
Energiequellen umzusteigen. Dass wird zwar in den ersten Jahren teurer sein als
die herkömmliche Art und Weise, doch ist es langfristig die sozialere und
bessere Lösung. Außerdem hoffe ich, dass man bald möglichst billige, neue
Materialien entdeckt, sodass auch die vorhin beschriebenen Anlagen etwas
billiger werden. Heute wäre es eine gute Entscheidung, würden mehrere
Stromanbieter auf Wind- oder Wasserkraftwerke umsteigen. Ich denke, dass wir
in Österreich dazu genug Platz haben und es uns auch leisten könnten etwas
mehr für den Strom zu bezahlen. Ich hoffe auch, dass die Technologien und
Schätzungen, die vorhin genannt wurden, etwas früher als geschätzt eintreffen.
Das würde die Umweltsituation wesentlich verbessern.
Zu den Windkraftanlagen wollte ich noch hinzufügen, dass diese zwar nicht
besonders schön sind, aber man durchaus noch mehr davon bauen und gut
verteilt montieren könnte. So würde man die Landschaft nicht wesentlich
unattraktiver machen.
Quellen:
Fachliteratur:
Zukunftsenergien (TELEPOLIS) von Craig Morris
Erneuerbare Energien und Alternative Kraftstoffe. Mit neuer Energie in die Zukunft von Sven Geitmann
Internetadressen:
Solid Homepage: www.solid.de
HTL Wien 10 Homepage: www.htlwien10.asn-wien.ac.at
TU – München Homepage: www.physik.tu-muenchen.de
Neuweiler AG Homepage: www.neuweilerag.ch
|