Jesus und seine frühen Anhänger waren Juden. Somit liegt der Ursprung des Christentums im Judentum.Ohne jesus gäbe es kein Christentum und ohne die Erwählung Israels als das gelobte Land auch keinen Glauben an die Errettung der Welt. Auch die Evangelisten umschreiben jesus mit jüdischen begriffen: als Rabbi ( Schriftlehrer), als Sohn Davids oder als Propheten, der die gottesherrschaft verkündet und Menschen heilt. Der Großteil des jüdischen Volkes hatte jedoch eine andere Vorstellung vom Messias, als Jesus sie repräßentierte.
Zwar nannten sie ihn Maschias, doch verknüpften sie damit keine Erwartung an einen heiland. mit der abgrenzung des Christentums vom judentum um 100. n. Chr. veränderte sich auch der jüdische Blick auf Christus. lediglich 15 von 15000 seiten des Talmunds, nach der hebräischen Bibel Tanach das bedeutendste schriftwerk des judentums, widmen sich der person Jesu. Im Talmund ist Jesus bloß jener Mann oder wird als "falscher Prophet" und Verführer Israels" beschrieben. vermutet man hinter diesen Bezeichnungen eine antichristliche Haltung, muss man sich die Selstbehauptung des um 400 n. Chr. rechtlos gewordenen jüdischen Volkes ins Gedächtnis rufen. Das heutige Judentum sieht in Jesus nach wie vor nicht den göttlichen erlöser. Aus jüdischer Hinsicht ist die welt noch unerlöst. Ein hoffnungsvoller Ausblick gibt der folgende Satz eines Juden:" Wir beide, Juden und christen, warten auf den Messias. Ihr Christen glaubt, dass er schon einmal hier war und das ihr ihn bereits kennt. Wir Juden kennen ihn noch nicht, Sollte sich aber bei der Ankunft des Messias herausstellen, dass es Jesus vonNazareth ist, keiner wäre mir lieber als er!"