Die polnische Chemikerin erbrachte hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Physik und der Chemie. Ihr besonderes Interesse galt den von Becquerel entdeckten Strahlen des Uraniums. Sie prägte dafür den Begriff Radioaktivität. Besonders intensiv untersuchte sie gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie das Mineralsalz "Pechblende", welches besonders stark strahlte. 1898 entdeckten sie darin die radioaktiven Elemente Polonium und Radium. Es gelang ihnen, diese Elemente abzutrennen und genau zu bestimmen. Marie Curie beschäftigte sich nach dem Tod ihres Mannes mit der Radiologie. Sie baute über 200 Röntgenstationen in Frankreich auf. 1903 erhielt sie gemeinsam mit Becquerel und ihrem Mann den Nobelpreis für Physik. 1911 bekam sie den Chemie-Nobelpreis.
Marie Curie ging von Warschau nach Paris, um an der Sorbonne Naturwissenschaften zu studieren. Obwohl sie sehr arm war und oft nichts zu essen hatte, war sie die beste Studentin ihres Jahrgangs. 1895 heiratete sie den französischen Physiker Pierre Curie. Um ihre intensiven Forschungen durchführen zu können, brauchten sie ihre gesamten Ersparnisse auf. Sie mussten in eine Holzbaracke ziehen. Als sie 1903 den Nobelpreis erhielten, konnten sie ihn wegen Krankheit und Erschöpfung nicht entgegennehmen. 1906 starb Pierre Curie. Marie Curie erhielt als erste Frau seinen Lehrstuhl an der Sorbonne. 1908 wurde sie zum ordentlichen Professor ernannt. 1934 starb sie infolge des jahrelangen Umgangs mit radioaktiven Stoffen an Leukämie.