Als Äther, oder neu Ether, werden organische Verbindungen mit einer Sauerstoffbrücke zwischen zwei Kohlensoffatomen als funktioneller Gruppe bezeichnet. Die meisten Ether sind relativ Reaktionsträger und werden daher oft als Lösungsmittel in der präparativen organischen Chemie verwendet. Da höhere Ether aufgrund wachsender sterischer Bindungen schlechter Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden können, nimmt die Löslichkeit in Wassermit zunehmender Größe des Alkylrestesrasant ab. Die physikalischen Eigenschaften der Ether unterscheiden sich erheblich von dnen der entsprechenden Alkohole mit ähnlichem Molekulargewicht. Die Schmelz- und Siedepunkte der Ether sind deutlich niedriger als die der vergleichbaren Alkohole. Die hohe Elektronegatität des Sauerstoffs bestimmt jedoch ähnlich wie bei den Alkoholen wesentlich die Eigenschaft der Ether. Besonders bei cyclischen Ethern führt dies zur Ausbildung eines ausgeprägten Dipolmoments.
Man nimmt einen Rundkolben, und verbindet ihn mit einem Claisenaufsatz, welchen man wiederum an einem Liebigkühler montiert. Als Vorlage benutzten wir eine Spinne, da ist ein Gefäß, welches aus vier einzelnen, kleine Rundkolben besteht. Diese Rundkolben werden durch ein Verbindungsstück verbunden, und sind einzelnt abnehmbar. Desweiteren steckten wir in den Reaktionskolben ein Thermometer, und erhitzten den Rundkolben von unten mit einem Heizpilz, welcher keine offene Flamme bildet, da mit sich kein flüchtiger Ether entzünden kann. Zuerst befüllten wir den Reaktionskolben mit 100 ml Ethylalkohol, und anschließend mit 100 ml Schwefelsäure. Die Flüssigkeiten reagieren miteinander, und die Schwefelsäure erhitzt das Ethanol. Das durch den Heizpilz zusätzlich erhitzte Reaktionsgemisch fing bei 100 °C an, ein wenig zu verdampfen, während dessen färbt sich die durch Reaktion braun gewordene Flüssigkeit schwarz. Ab ca. 130 °C besteht die Gefahr, dass das Reaktionsgemisch überkocht, b.z.w aufschäumt. Nach ca. 15 Minuten erreichten wir die gewollten 140 °C, das Gemisch verdunstet, und kondensiert im Liebigkühler. Nun tropft es in die Spinne, welche so aufgestellt ist, dass das Produkt nur in einen kleinen Rundkolben fließt, welcher in einem Wasserbecken stand , um das Kondesat nochmals intensiv zu kühlen, die Nebenstehenden sollten leer bleiben, und der somit obenliegende wurde abmontiert . Dort wurde als Entlüftung ein Schlauch angeschlossen. Das produkt ist leicht entflammbar, und brennt mit einer blau-gelben Flamme ab. Anschließend befüllten wir ein 50 ml Becherglas zur Hälfte mit Wasser, und gaben den kondensierten Schwefelsäureethanoldampf dazu. Da Ether nicht Wasserlöslich ist, setzt er sich oben ab, und die Reste an Schwefelsäure und Ethylalkohol lösen sich im Wasser. Zu erwähnen wäre noch, dass die Apparatur vollkommen dicht sein muss, da Ether ja noch viel flüchtiger ist als alkohol oder gar Wasser. Ether siedet bei 34 °C, aus diesem Grund verwendeten wir eine Schliffapparatur, welche gaßdicht ist. |