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der alltag der adeligen und der bauern im mittelalter

Der Alltag der Adeligen:

 

 

 

 

 

Die Adeligen zu Hofe waren weitgehend von produktiver Arbeit befreit. Ihren Lebensunterhalt bezogen sie aus der Grundherrschaft.

 

 

 

 

Durch das Rittertum wurden Lebensideale der gehobenen Kultur und tugendbewussten Gesellschaft ausgedrückt. Die Ideale dieser Gesellschaft waren Treue, Ehre, Freundlichkeit, Güte und Standfestigkeit.

 

 

Im Zuge dessen wurden auch Turniere und Kriegsspiele ausgetragen.

 

 

Wer etwas gelten wollte, musste bei solchen Veranstaltungen anwesend sein, da dabei Können und Reichtum zur Schau gestellt und gemessen wurden.

 

 

(Es muss jedoch angemerkt werden, dass nicht jeder Burgherr das Geld für diese kostspieligen Veranstaltungen aufbringen konnte.)

 

 

 

 

Ebenso zu den Mitteln, mit denen die Zugehörigkeit zur gehobenen Schicht demonstriert wurde, zählten prächtige üppige Mahlzeiten, die meist mit musikalischer Unterrahmung der so genannten „Minnesänger“ konsumiert wurden.

 

 

 

 

Zu den Beschäftigungen und Aufgaben der adeligen Frauen im Mittelalter zählten unter anderem das Weben, das Sticken, singen, tanzen, reiten und Gedichte vortragen. Die jedoch wichtigste Verpflichtung war die Unterhaltung der Ritter, während den Turnieren und Hoffesten. Dabei hatten die Damen zwischen den holden Kämpfern zu sitzen um diese zu umgarnen.

 

 

 

 

Die Kinder wurden spielerisch auf das Leben als Erwachsener vorbereitet. Dies erfolgte normalerweise bis zum sechsten Lebensjahr, jedoch wurde den meisten eine längere „Schonfrist“ gegeben.

 

 

 

 

 

 

Der Arbeitsalltag der Bauern:

 

 

 

 

Die Bauern leisteten Frondienst auf den Burgen (wenn sie benötigt wurden) und waren Leibeigene des Burgherrn.

 

 

Im südlichen Teil Mitteleuropas wurde die Leibeigenschaft streng gehandhabt, in Skandinavien gab es diese jedoch nie.

 

 

Als Gegenleistung für die Arbeiten die sie verrichteten wurde ihnen vom Grundherrn militärische Sicherheit gewährleistet.

 

 

 

 

Die Angehörigen dieser so genannten „Arbeiterschicht“ übten über 90% der Berufe aus und versorgten somit die restlichen 10% der Bevölkerung.

 

 

 

 

Die Bauern schlossen ihre Höfe zu Gemeinschaften zusammen. Diese „Haufendörfer“ waren umzäunt und umfassten ca. 100-300 Bewohner.

 

 

Der Dorfvorsteher (meist der älteste Einwohner des Dorfes) bestimmte über Aussaat und Ernte.

 

 

Dorfhandwerker hatten kein Mitbestimmungsrecht und das „Gesindel“ lebte am Rand des Ortes.

 

 

 

 

Da die Viehhaltung nicht ergiebig genug war zählte vor allem der Getreideanbau zu den Aufgaben der Bauern. Hierfür legten sie Sümpfe trocken, um die hohe Bodenqualität für den Obst-, Gemüse- und Getreideanbau nützen zu können. Die geernteten Produkte wurden anschließend auf dem Markt verkauft.

 

 

 

 

Klarerweise unterschieden sich die Bauern auch durch ihr Aussehen von der Adelsschicht. Meist hatten sie kurze Haare (daher auch der Ausdruck „die Gscherten“) und trugen sackartige braune Kleidung.

 

 

 

 

Ihre Lebenserwartung betrug nicht mehr als 40 Jahre. Aufgrund dessen lebten auch nie mehr als zwei Generationen in einem Haushalt.

 

 

Autor: bloodcountess
Geschrieben am: 09.03.2007, 13:39 Uhr
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