Biologische Landwirtschaft
Düngung des Bodens:
Erfolgt ausschließlich durch Kompott, Jauche, Mist und geeigneter Gründüngung.
- Jauche: Tiermist
- Gründüngung: Es wird zwischenzeitlich Klee angebaut. Kunstdünger darf nicht verwendet werden. Die Erzeugung von Kunstdünger ist außerdem sehr energieaufwendig.
Schädlingsbekämpfung:
Man muss statt Pestizide und ähnlichem natürliche Feinde einsetzen. Die natürlichen Feinde werden als Schützlinge bezeichnet. Zum Beispiel kann man gegen Blattläuse Marienkäfer einsetzen.
Fruchtfolge:
Jedes Jahr muss man eine andere Frucht anbauen.
Auch wichtig: Mischkulturen.
Tierhaltung:
Muss flächengebunden sein, das heißt es wird festgelegt wie viele Tiere pro Hektar gehalten werden können. Durch diese Zahl wird die Tragbelastung des Bodens im Rahmen gehalten.
- Artgerechte Haltung: min. 200 Tage im Jahr Auslauf, genügend Einstreu im Stall, genug Licht.
Laufstall: nicht angehängt und nach draußen offen, Tiere können sich frei bewegen, leicht abfallend gebaut à Kot rutscht runter.
Kälber können bei der Kuh bleiben. Es dürfen keine Hormone eingesetzt werden. Auch Impfungen sind verboten, außer das Tier ist krank.
Es dürfen keine gentechnisch behandelten Saatgüter verwendet werden.
Die Bauern dürfen nur Biofutter verfüttern. Dieses Futter sollte wenn möglich nur aus eigener Produktion stammen. Wenn Futter dazugekauft wird, muss es aus biologischer Landwirtschaft sein, sonst sind nur 15 % Zukauf erlaubt.
Verband:
Wurde 1979 gegründet: Bio Ernte Austria.
Bietet:
- Beratung für Biobauern
- Bildungseinrichtungen à Seminare
Pflanzenanbau:
Die Aktivität des Bodens muss durch die Fruchtfolge beibehalten werden.
Z. b.: Grünkleegebinde
Mais
Getreide
Zwischenfrucht: Bohnen, Erbsen, Soja, ….
Geschichte:
- Österreich ist das erste Land weltweit, das staatlich festgesetzte Richtlinien für die biologische Landwirtschaft hat (seit 1983).
- 1989 wurden diese Richtlinien ins österreichische Lebensmittelbuch aufgenommen.
- 1991 wurden in Österreich Bestimmungen für Bioprodukte aus tierischen Erzeugnissen erlassen.
- Seit dem Beitritt Österreichs in die EU sind diese Verordnungen
EU – Verordnungen geworden. Einzig die Bestimmungen über die Viehhaltung sind noch nicht ins EU – Recht aufgenommen worden.
Entwicklung in Österreich:
In Österreich gibt es im Vergleich die meisten Biobauern à über 10 %.
Von 1990 bis 1995 gab es einen regelrechten Boom. Währens es 1991 nur 1970 Biobauern gab, waren es im Jahre 1995 schon 18542 Biobauern.
Zurzeit sind es ungefähr 20000 Biobauern.
Der Anstieg von 1991-1995 ist wohl auf die Biobauernförderung zurückzuführen.
Die Durchschnittsfläche dieser Biobetriebe ist mit ca. 14 ha sehr klein.
Kontrolle:
Es gibt unabhängige Kontrollstellen, die vom jeweiligen Landeshauptmann zugelassen werden müssen. Diese werden von der Lebensmittelbehörde überprüft.
Es gibt jährlich vollständige Besichtigungen des Betriebes.
Es wird kontrolliert, ob der Bauer mit Dünge- oder Spritzmitteln arbeitet und ob diese gelagert werden. Weiters wird kontrolliert, ob der Verarbeitungsprozess in Ordnung ist.
Zusätzlich dazu werden unangemeldete Inspektionen durchgeführt.
Sanktionen:
Wenn bei einer Kontrolle irgendeine Verordnung verletzt wird, wird dem Bauer seine Vermarktungsberechtigung entzogen. Außerdem muss er die Fördermittel zurückzahlen, die er bekommen hat um ein Biobauer zu werden.
Bezeichnung:
In Österreich: "aus biologischer Landwirtschaft"
In Deutschland: "aus ökologischem Landbau"
Sicherheit:
Es gibt verschiedene Gütesiegel, wie z. B.:
AMA – Gütesiegel: garantiert 100 % Biobauernhof. Es gibt eine Ursprungsangabe, die regionale Herkunft ist nachvollziehbar. Wenn noch zusätzlich Austria dabeisteht, stammen die Rohstoffe sicher aus Österreich.
Warum greifen Konsumenten zu biologischen Produkten?
- Weil diese gesünder sind. Sie enthalten keine chemischen Düngungsmitteln & Pestizide und auch keine Antibiotika.
- Wegen dem Tierschutz: Bio = artgerechter
- Wegen der Umweltverschonung.
Welche Produkte werden in erster Linie gekauft?
- Obst und Gemüse
- Milch & Milchprodukte
- Fleisch
Wo werden diese Produkte eingekauft?
- Im Supermarkt
- Direkt beim Bauern
- Im Internet (www.biobauern.at)
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