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China- 2020 das zweitgrößte Wirtschaftsreich der Welt?

China – 2020 das zweitgrößte Wirtschaftsreich der Welt?

 

 

 

Prognosen sind schwierig. Man weiß nicht, ob es mit einem so rapiden Wirtschaftswachstum wie bisher weiter geht. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2005 um 9,8 Prozent. Momentan hat China 13,7 Prozent Anteil an der Weltwirtschaft. Laut der derzeitigen Statistiken steigt der Anteil in den nächsten 15 Jahren auf 19,4 Prozent.

 

 

 

Doch Realität ist, dass China Reformen einsetzen muss, um das Wirtschaftswachstum beibehalten zu können. Dadurch können jedes Jahr Millionen an neuen Arbeitsplätzen erschaffen werden und der Wohlstand der Chinesen steigert sich, so wie es in den vergangenen 20 Jahren der Fall war. Chinas Spitze muss die Aufarbeitung der Geldpolitik und des Finanzmarktes in Angriff nehmen, der Bauern und der Fabrikarbeiterwillen.

China hätte nie so einen rapiden Aufstieg gehabt, wäre da nicht die Bankrotterklärung 1977 unter Deng Xiaoping  gewesen. Dengs planwirtschaftliche Denkweise führte China so weit. Er wollte, dass China 22 komplette Industriekomplexe im Ausland kauft und in China aufpflanzt. Dies hätte damals 12 Milliarden Dollar gekostet. Deng wollt durch den Verkauf jenes Erdöls, dass seine Ingenieure an mehreren Stellen Chinas suchten, das alles finanzieren. Doch Öl fanden sie keines, und so ging Dengs „Plan“ nicht auf. Daraus folgt, dass China fast pleite war. Dengs Ausweg waren die Bauern. Sie durften unter Eigenverantwortung bebauen. Der Grund und Boden blieb aber Eigentum des Staates. Die Bauern begannen selbstverantwortlich zu wirtschaften. Innerhalb von fünf Jahren ist die chinesische Weizenernte um über ein Drittel gestiegen und Hungersnöte, die es wenige Jahre zuvor noch gegeben hatte, hatten ein Ende. 

 

 

 

Im Jahr 1949, nach Maos Machtergreifung, wurden die Landwirte und Privatunternehmer enteignet. Gleichzeitig erstellte er staatliche Produktionseinheiten, die viel zu groß und nicht wirkungsvoll waren. Es war ein fataler Fehler an dem China heute noch zu  nagen hat. Viele Konzerne schreiben noch Verluste. Doch die Richtung, in die sie Deng gelenkt hat, stimmt, auch wenn es anfänglich Schwierigkeiten gegeben hat.

Die Rüstungsfabriken Chinas sind Hauptlieferanten der Panzer, Bomben und Raketen für Khartum. Sie dienen um Krieg zu führen. Doch, dass sie auch den Sudan unterstützen bedarf keinen Zweifel. Ein Beispiel aus der chinesischen Realpolitik.

 

 

 

Der Sudan besitzt große Ölfelder – und China ist bereit, mit jedem Staat zu handeln, der ihm den Zugang zu ersehnten wirtschaftlichen Produkten erlaubt. Für den Sudan bedeutet das, dass mehr als die Hälfte ihrer Ölexporte nach China fließen, dass sind ca. sieben Prozent der chinesischen Importe.

 

 

 

Ab dem Jahre 2000 verdreifachte sich der Handel mit Afrika. Mehr als 40 Öllieferverträge hat China mit Afrika abgeschlossen. In der heutigen Wirtschaftslage ist es China egal wie viel es kostet, doch sie wollen sich den Zugang zu den Rohstoffen sichern. Das ganze ist ganz einfach zu durchschauen: Ohne die Rohstoffe und Energieimporte aus dem Ausland wäre das Wirtschaftswunder China mit einem Wachstum von rund 10 Prozent in den letzten Jahren unmöglich gewesen. Würde es keinen Nachschub mehr geben, dann kann sich China auf eine tiefe Krise gefasst machen, da ein großer Teil der chinesischen Fabriken und Kraftwerke still stehen würde. Durch den Wunsch der Sicherheit ist ein gutes Verhältnis zwischen China und dem Iran zu erkennen. China importiert mehr als 15 Prozent von Persien. Chinesische Unternehmen sollen im Iran bereits 100 Milliarden Dollar investiert oder zugesagt haben.

 

 

 

Japan und China waren sich schon ziemlich lange verhasst, und durch den Wettbewerb um Rohstoffe und Einfluss wird die Verständigung zwischen den beiden Ländern nur erschwert. Nach den USA ist China zweitgrößter Öl-Importeur.

Die Notenbank China hat den größten Betrag an ausländischen Währungsreserven weltweit. Die Währungsreserven machen rund 860 Milliarden Dollar aus, dass ist dreimal so viel, wie Österreich in einem ganzen Jahr an Wirtschaftsleistung hereinholt.

Für China ist dies jedoch ein Fluch. Die Notenbank ist Tag und Nacht damit beschäftigt Yuan zu drucken, damit der Kurs der chinesischen Landeswährung nicht all zu steigt. Würde der Kurs stark steigen, dann würden die chinesischen Exporte sprunghaft teurer werden. Und in dem scharfen Preiswettbewerb mit Kambodscha, Indien und den Vietnam würde das ein großes Tief in der Beschäftigungspolitik Chinas auslösen, da sie hauptsächlich Jobs in der Exportwirtschaft schaffen will.

 

 

 

Washington wirft China vor, den Wechselkurs des Yuan künstlich niedrig zu halten. Exporte in die USA werden dadurch billiger, Importe aus den USA teurer. Dieses Verhältnis führt in den Augen der US-Regierung zu einer Schwemme chinesischer Waren auf den US-Markt und zu Absatzproblemen von US-Firmen in China.

Ein Scheitern der chinesischen Wirtschaft hätte verheerende Folgen für die ganze Welt.

Ich denke, dass China Amerika nie überholen wird, trotz aller Statistiken, denn dafür müssten sie meiner Ansicht nach was an ihrer politischen Einstellung ändern. Das Thema war leicht zu behandeln und eigentlich auch ziemlich interessant.

Autor: jacquie2904
Geschrieben am: 08.03.2007, 14:49 Uhr
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