Die Subtropen!
Im Gegensatz zu den Tropen gibt es in den Subtropen Jahreszeitliche Temperaturschwankungen und ausgeprägte Jahreszeiten!!
1.) Sommerheiße Halbwüsten:
In dieser Zone herrscht extreme Aridität, (sehr heiß und trocken) ca. 10-12 Monate. Wenn Niederschläge fallen, dann sehr stark und intensiv. Das Jahresmittel liegt unter 20mm. Die Temperaturunterschiede sind sehr unterschiedlich, am Tag bis zu 50° und in der Nacht kann die Temperatur bis auf 0° C sinken, daher sind Nachtfröste möglich. Wegen diesen starken Temperaturunterschieden wird das Gestein zerlegt. Steinwüsten (Hamada), Kieswüsten (Serir) und Sandwüsten (Erg) sind die Folge. In diesen Wüsten gibt es keine Humus Auflage, weil pflanzen nicht sterben. Wadis heißt die Vegetation wo sich Niederschlag in den Mulden sammelt. Meist trockene Täler, tief eingeschnitten von Wüstenflüssen oder Oasen. Die Baume schützt sich vor der Verdunstung mit dicken Blättern. Ansonsten ist die Vegetation eher arm und klein Gewachsen. (Zwergstrauchformationen) Das PPn (Nettoprimärproduktion = effektiver Zugewinn an Biomasse) ist in diesen Regionen sehr gering! Küstenwüsten wie Atacama und Namib entstehen, weil der SO Passat vom Land wegweht und so vom Meer keine Wolke mit Niederschlag das Land erreichen kann.
Das nutzungspotential in den Sommerheißen Halbwüsten ist Nomadisierende Viehzucht, und Oasenwirtschaft <= beides angepasste Nutzung, unangepasste Nutzung ist: zu intensive Viehwirtschaft; Bewässerungsfeldbau (Gefahr der Überwässerung und Versalzung) und Überweidung.
2.) Zone der Hartlaubwälder
In Europa befindet sich diese Zone im Mittelmeerraum. Es sind heiße und trockene Sommer dafür aber milde und feuchte Winter. Die Hauptniederschläge fallen im Herbst und im Frühjahr. Der Sommer ist Arid. Das Jahrsmittel der Temperatur beträgt 15-20°C. Es wehen Regionale Winde, wie zum Beispiel der Mistral in Südfrankreich oder die Bora entlang der dalmatinischen Küste (Küste von Kroatien) diese Winde können die Lebensqualität beeinträchtigen. Weil die Menschen Jahrhunderte lang den Mittelmeerraum Überweidet und zu viel Holz gefällt haben, existieren nur mehr Sekundär- oder Nachfolgevegetationen, die vorwiegend aus Hartlaubgewächsen (wie Lorbeer oder Erika) besteht. Der Buschwald wird in Kalifornien Chaparral und in Italien Macchie genannt. Der Boden ist Braun oder Rot, Humus wird auf diesen Böden mittel zersetzt. Das PPn beträgt 5-10. Nutzungspotential bei angepaßter Nutzung: Regenfeldbau und Bewässerung für den Gartenbau (Weinbau, Ölbaum, Südfrüchte) bei unangepaßter Nutzung: touristische Übernutzung und zu starke Überwässerung => führt zur Versalzung.
3.) Zone der Sommerfeuchten Lorbeerwälder
Sie befinden sich an den Ostseiten der Kontinente (vorwiegend USA und China) auf der Nordhalbkugel. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 15- 20°C. Der Hauptniederschlag fallen im Sommer (Subtropische Sommergebiete) wenn sie nicht vom Südwestmonsun oder von tropischen Wirbelstürmen beeinflusst sein. Im Winter können die Temperaturen schon mal ins Minus gehen, dies wird vom Kontinentalen Hochdruckgebiet geprägt. In dieser Zone befinden sich Artenreiche und immergrüne Gewächse, zum Beispiel Lorbeer und Bambus. Der Boden ist die in der Zone der Hartlaubwälder Braun und Rot, der Humus wird hier aber schneller zersetzt. Das PPn beträgt in dieser Zone 15-25. Das Nutzungspotential bei angepaßter Nutzung: Mischkulturen wie Reis, Tabak und Zuckerrohr dann noch die Viehzucht. Unangepaßt ist die Plantagenwirtschaft (Monokultur).
4.)Bewässerungswirtschaft in den Subtropen – z.B. Kalifornien
Mit 50 pflanzlichen und tierischen Produkten liegt Kalifornien an der Spitze der Produktivsten Staaten der USA. Ihr Erfolg liegt daran das sie ein sehr gutes Klima Verhältnis haben und einen sehr hohen Forschungsaufwand. Die Folge ist ein sehr hoher Wasserverbrauch und großflächige Versalzung.
In Kalifornien herrscht Subtropisches Mittelmeerklima dies erlaubt eine ganz Jährige und mehrfache Ernte. Central Valley (große weitläufige Senke in Kalifornien) wird von nährstoffreichen Schwemmlandböden eingenommen. Schwemmlandböden sind Gunststandtorte der landwirtschaftlichen Produktion. Diese können aber nur zum tragen kommen wenn ausreichend Wasserbewirtschaftung betrieben wird.
4.1. Der Bewässerungsfeldbau: Schon im vorigen Jahrhundert mußten die Menschen das Wasser speichern, transportieren und verteilen. Das Wasser wird aus dem nördlichen Teil Kaliforniens aus Speicherbecken und Talsperren geholt. 83% Des Wasser wird zur Bewässerungsfeldbau benötigt. Der Grund liegt darin das vorwiegend Produkte die viel Wasser benötigen angebaut werde. Zum Beispiel brauchten die Felder der Futterpflanze Alfalfa so viel Wasser wie die Städte Los Angeles, San Francisco und San Diego zusammen. Sie können sich so viel Wasser nur leisten, weil der Wasserpreis stark subventioniert (Subventionen sind finanzielle Hilfen ohne unmittelbare Gegenleistung, die von staatlichen Institutionen an private Haushalte oder an private Unternehmen geleistet wird) wird.
4.2. Die Bewässerung verursacht ökologische Schäden: In den 70ern- vermehrten sich die Probleme Beispielsweise im San Joaquin- Tal so stark durch Bewässerung des heute große Flächen versalzt sind. Andere Probleme sind Belastung des Drainagewassers mit Agrarchemikalien (Insektizide, Fungizide, Herbizide) oder mit gelösten toxischen Schwermetallen (Chrom, Arsen, Quecksilber etc.). Die andauernde Übernutzung des fossilen Grundwassers spielt auch noch eine wichtige rolle. Es könnte in absehbarer Zeit völlig versiegen. In den letzten Jahren gab es erste Versuche die knappen Wasser Ressource nachhaltig zu nutzen... |