AIDS
Aids
Aids - die globale Seuche
Aids-Konferenz
Aids [Abk. für acquired immune deficiency syndrome = erworbenes Immunschwäche-Syndrom] ist die durch den HIV-Virus übertragene, bislang unheilbare Virusinfektion, die um 1980 erstmals auftrat. Nach einer mehrere Monate bis zu mehr als zehn Jahre dauernden Inkubationszeit (Zeitspanne zwischen Ansteckung und Erscheinen der Krankheitssymptome wird das Immunsystem des Körpers derart geschwächt, dass der Mensch letztendlich an der Folge fortwährender Infektionen stirbt.
Zuerst im zentralafrikanischen Regenwald registriert, ist Aids mittlerweile weltweit verbreitet und in einigen Entwicklungsländern die häufigste Todesursache bei Erwachsenen. Entgegen ursprünglicher Vermutungen, die Krankheit betreffe nur Homosexuelle, ist inzwischen klar, dass die Krankheit, durch Blut und Sperma übertragen, ebenso Heterosexuelle betrifft. Aufgrund infizierter Blutspenden wurden in Deutschland eine Reihe von Maßnahmen getroffen, die die Verbreitung von Aids durch Blutkonserven und Blutprodukte bei Transfusionen verhindern sollen.
Im Jahr 2000 lebten nach Angaben der Vereinten Nationen weltweit 36.1 Mio. Menschen mit HIV/AIDS, seit Ausbruch der Epidemie starben 21.8 Mio. Menschen.
Laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Berlin lebten 2000 in Deutschland über 37.000 Menschen mit HIV; seit Beginn der achtziger Jahre ist bei ca. 22.000 betroffenen Deutschen die Krankheit ausgebrochen. Etwa 18.000 Menschen sind in Deutschland bislang an den Folgen einer HIV-Infizierung gestorben.
Die Behandlung von Aids hat bisher keinen entscheidenden Durchbruch erzielt. Geforscht wird z.B. in den Bereichen Virushemmung, Immunisierung/Impfung und Genforschung.
Damit ein Impfstoff Namens Aidsvax der Firma Vaxgen Inc. getestet werden kann, genehmigte die amerikanische Gesundheitsbehörde im Juni 1998 eine groß angelegte Studie. An dem Test des Impfstoffs gegen den Aidserreger HIV nahmen 5.000 gesunde Personen in den USA und Kanada sowie 2.500 Personen in Thailand teil.
Die internationale Aids-Konferenz fand vom 9.7.2000 bis zum 14.7.2000 in der südafrikanischen Hafenstadt Durban statt und fand vor allem in Afrika, dem von Aids am schlimmsten betroffenen Kontinent, ein breites Echo.
HIV-Virus
HIV
HIV-Virus ist die Abkürzung für Human Immunodeficiency Virus, den Erreger der Krankheit Aids. Er befällt das Immunsystem des Körpers und macht ihn schutzlos gegenüber Infektionen und bestimmten Tumorarten.
Etwa 5,8 Mio. Menschen wurden im Jahr 1998 mit Aids neu infiziert. Davon waren 3,1 Mio. Männer, 2,1 Mio. Frauen und 0,59 Mio. Kinder. |