Der Himalaja (übersetzt: "Schneewohnung") ist das höchste und mächtigste Gebirgssystem der Erde. Politisch gehört er zu Indien, Pakistan, Nepal, Buthan und China (Tibet). In einem Nach NO offenen, rund 2500 km langen Boden erstreckt er sich vom Durchbruchtal des Indus im Westen zum Durchburchstal des Brahmaputra im Osten. Das Gebirge ist zwischen 280 km im Nordwesten und 150 km im Osten breit. Geologisch gehört der Himalaja zu den jungen alpinen Faltengebirgen der Erde. Klimatisch und landschaftlich bildet der Himalaja die Scheide zwischen den Monsungebieten Indiens und den trockenen Hochländern Innerasiens. Der SW - Monsun (Mai-Oktober) lädt seine ganze Feuchtigkeit auf dem steilen Südhang ab, sodass die kürzere und flachere Nordabdachung nur noch geringe Niederschläge erhält. Die Schneegrenze liegt auf der Südseite bei 4800 - 5200 m über dem Meeresspiegel, auf der Nordseite bei rund 5500 - 6000 m überm Merresspiegel (vgl. Schneegrenze in den Alpen liegt bei ca. 2500 - 3000m) Die Vergletscherung ist beträchtlich; die Waldgrenze liegt bei rund 4000m überm Meeresspiegel (vgl. Alpen: ca. 1000-1500m) Vegetationen und landnutzung sind vertikal gestuft 8d. h. sind je nach Höhenlage unterschiedlich). Am dichtesten besiedelt sind die fruchtbaren Täler zwischen 1500 und 2500m Höhe. Haupterwerbszweig sind Ackerbau und Viehzucht (Yak, Schafe, Ziegen) Die Menschen leben in Häusern aus Lehm oder Steinen, nur Reiche können sich Ziegelhäuser leisten. Auch Touristen (geführte Bergwandergruppen) stellen eine geringe Erwerbsquelle dar, bringen aber auch erhebliche Umweltprobleme (Müll) mit. Verstärktes Abholzen besonders in den letzten Jahren führte zu schneller Entwässern und Abtragen der Bodengeschichte, sodass die Flüsse stark verschlammten und es teilweise katastrophalen Überschwemmungen in den Tälern gekommen ist.
Der höchste Berg der Welt Von zehn Achttausendern im Himalaja ist der Mount Everest mit 8848 m der höchste und damit zugleich der höchste Berg der Welt. Er liegt im Grenzgebiet zwischen China und Nepal. 1921 wurde er von Engländern bestiegen, die jedoch alle ums Leben kamen. Die erste erfolgreiche Besteigung glückte am 29.05.1953 den Neuseeländer Edmond P. Hillary und dem Sherpa Tenzing Norgay. Die nächste Besteigung (ohne Sauerstoffgeräte) gelang am 08.05.1978 Reinhold Messner und Peter Habeler. Am 20.08.1980 gelang Messner eine zweite Besteigung im Alleingang.