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Euregio

1. Vor ungefähr 25 Jahren wurde die Euregio Rhein – Maas – Nord in Roermond, in den Niederlanden gegründet. Sie umfasst das gesamte Gebiet zwischen Dormagen im Süden und Venray im Norden, sowie zwischen Meerbusch im Osten und Weert im Westen. Also am Randgebiet Nordrhein Westfalens und dem Grenzgebiet Limburgs. Derzeit gehören dieser Euregio 38 Mitglieder an (12 Deutsche und 26 Niederländische). Es handelt sich dabei um öffenlich-rechtliche Organe wie Stadte, Gemeinden und Industrie- und Handelskammern. U.a: Venlo, Mönchengladbach, IHK Niederrhein, Stadt Krefeld, Stadt Geldern, Stadt Viersen, Kreis Neuss, Bergen, Weert, Roerdalen. Insgesamt umfasst das Gebiet rund 2 Mio. Einwohner. 1989 ist auch der Rhein-Kreis Neuss der Euregio beigetreten.

 2. Programme

 1) Grenzüberschreitende Qualifizierung Logistik/Gabelstapler

 

 

2) Grenzüberschreitende Qualitätssicherung von Lebensmitteln

3) Schaffung eines neuen überregionalen Reiternetzweges

4) Bürgerservice für Berufspendler

5) Förderprogramme für Vereine und Schulen sowie Verstärkung der Ausbildung

6) Freizeitkarte

7) Kunst und Kultur (z.B. Ausstellungen, Erhaltungsprogramme)

8) Gesundheitsprojekte

 

 3. Europabüro

 Seit 12 Jahren gibt es in manchen größeren Gemeinden, Städten und Kreisen ein Europabüro in der Verwaltung, welche Beantragungs und Bewilligungsprozesse begleitet.

 

  4. Internationale Euregio-Zusammenarbeit

 Internationales Netzwerk

 

Die Euregio Rhein-Maas-Nord arbeitet mit fünf anderen deutsch-niederländisch-belgischen Euregios im Arnheimer Austausch zusammen.
Häufig stellen sich den Euregios ähnliche Herausforderungen. Der Arnheimer Austausch bietet die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen oder Problemlösungen zu entwickeln.

 Ein vergleichbarer Zusammenschluss mehrerer Euregios besteht auf gesamteuropäischer Ebene: die „Arbeitsgemeinschaft für Europäische Grenzregionen“ (AGEG). Auch dort ist die Euregio Rhein-Maas-Nord Mitglied.

 

  Anhang Programme:

 

1) Grenzüberschreitende Qualifizierung Logistik/ Gabelstapler

2) Grenzüberschreitende Lebensmittelsicherheit

 Eine Gruppe von Unternehmen und Behörden der deutsch-niederländischen Euregio Rhein-Maas-Nord hat sich zusammengeschlossen, um ein grenzüberschreitendes Qualitätsmanagement zu entwickeln, das Garantien hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit bieten und gleichzeitig einen Schlüsselbereich der regionalen Wirtschaft stärken soll.

 Die deutsch-niederländischen INTERREG-Programme können für sich in Anspruch nehmen, über eine lange Tradition und solide Kooperationsstrukturen zu verfügen. In der Tat hat dieses Grenzgebiet schon im Jahr 1958 das Konzept der "Euregio" erfunden und in die Praxis umgesetzt, das in den Grenzregionen der Europäischen Union heute weit verbreitet ist.

Die Lebensmittelerzeugung – sowohl für den menschlichen Verzehr als auch für die Viehzucht – ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Euregio Rhein-Maas-Nord, die im Grenzbereich zwischen Nordrhein-Westfalen und der niederländischen Region Limburg liegt.

 

 

 

 

Das Projekt umfasst fünf große Entwicklungsschritte:

1. Es wird ein Qualitätskontrollprozess definiert, der die ganze Produktionskette umfassen und sowohl von den Erzeugern als auch von den Veterinäraufsichtsbehörden gebilligt werden soll.
2. Es werden grenzüberschreitende “Beraterteams” gebildet, die den gesamten Produktionsprozess in den Verarbeitungsbetrieben überwachen.
3. Es wird ein gemeinsames Kommunikationssystem entwickelt, das sich ausschließlich auf Fragen der Lebensmittelsicherheit konzentriert.
4. Die beteiligten Unternehmen entwickeln ein System der Qualitätskontrolle vom Typ HACCP (Hazard Analysis Critical Control Point) und setzen es praktisch um.
5. Vier Pilotbetriebe haben Systeme zur Identifikation und Rückverfolgung sowie entsprechende Kontrollmechanismen eingerichtet. Diese Betriebe tauschen untereinander ihre Erfahrungen aus und sorgen für die Weiterleitung der relevanten Informationen an die Akteure der entsprechenden Produktionszweige sowie an das Netzwerk der Beraterteams.

Darüber hinaus entwickelt eine Gruppe von ausgewählten KMU des Lebensmittelsektors in Zusammenarbeit mit den Universitäten Wageningen und Bonn eine Software für Qualitätsmanagement.
Schließlich führt das Projekt integrierte Maßnahmen für Weiterbildung und Erfahrungsaustausch durch, die auch bei der Entwicklung von Problemlösungen und für das Verständnis und die Analyse der Risiken eine positive Rolle spielen. Die Tatsache, dass das Projekt von einer deutsch-niederländischen Partnerschaft getragen wird, kommt auch dem interkulturellen Verständnis in den wirtschaftlichen Austauschbeziehungen zugute. Insofern das Projekt für Qualitäts- und Sicherheitsfortschritte sorgt, dürfte es einen wichtigen Beitrag zur Konsolidierung der Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie der Euregio leisten.

  

 

HCCP-Konzept:

 Eine Analyse aller im Verantwortungsbereichs eines Unternehmens vorhandenen Risiken für die Verträglichkeit der Lebensmittel,

 

  • das Ermitteln von für die Überwachung der Lebensmittel kritischen Punkten,
  • das Festlegen von Eingreifgrenzen für die kritischen Kontrollpunkte,
  • die Einführung von Verfahren zur fortlaufenden Überwachung der Lebenmittelsicherheit,
  • die Festlegung von Korrekturmaßnahmen bei Abweichungen,
  • ein Verfahren zur Überprüfung, ob das System zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit geeignet ist, und
  • die Dokumentation des Systems und die Erstellung von Aufzeichnungen.

 

 

3) Schaffung eines neuen überregionalen Reitweges

 4) Bürgerservice- Berufspendler

 Wer in Deutschland wohnt und in den Niederlanden arbeitet, steht häufig vor ganz unerwarteten Fragen. In welchem Land geht man zum Arzt, wo bezahlt man seine Steuern, wer bezahlt das Kindergeld, wo meldet man sich arbeitslos, was passiert später mit der Rente – diese und ähnliche Fragen treffen Monat für Monat bei der euregio rhein-maas-nord ein. Die euregio rhein-maas-nord steht Grenzpendlern mit monatlichen kostenlosen Beratungen in Venlo zur Seite. Die Bürgersprechstunde für Grenzpendler hilft, sich im Dschungel der unterschiedlichen nationalen Regelungen zu Rente, Steuern, Erziehungs- und Kindergeld, Kranken- und Sozialversicherung sowie Arbeitslosenversicherung zurechtzufinden.

 5) Schule, Vereine und mehr:

 Mit dem Programm „People to People“ können Sportvereine, Schulen, Kulturverbände, Museen, Bibliotheken, Volkshochschulen und viele andere Organisationen ein Projekt gemeinsam mit einem niederländischen Partner durchführen. Die Palette der geförderten Projekte ist bunt. Sie reicht von Kultur über Tourismus, Bildung, Sprache bis Wirtschaft. Immer steht die euregionale Begegnung zwischen Menschen im Mittelpunkt. Bei einer guten Idee hilft die euregio bei der Suche nach Projektpartnern und der Ausarbeitung des Vorhabens. Die Antragstellung ist unkompliziert, in der Regel beträgt die Bearbeitung und Genehmigung ca. 8 Wochen. Jeder, der eine gute Idee hat, sollte mit der Euregio Kontakt aufnehmen und von der Förderung profitieren. Achtung Schulen! Auch Mini-Projekte werden gefördert! Junge Leute bauen kulturelle und sprachliche Hemmschwellen noch leicht ab, der Austausch zwischen Schulen ist dazu ein probates Mittel und wird von der Euregio unterstützt. Nach einem Beschluss des Euregio-Ausschusses People-to-People können deutsch-niederländische Schulkontakte mit bis zu 250 Euro pro Projekt unterstützt werden. Weitere Informationen erhalten Interessenten bei der Euregio rhein-maas-nord.

 6) Freizeitkarte

 Eine gute Basis, die euregio gründlich kennenzulernen, ist derzeit eine Freizeitkarte, die nicht an Staatsgrenzen endet, sondern das gesamte Gebiet zwischen Dormagen im Süden und Venray im Norden, zwischen Meerbusch im Osten und Weert im Westen umfasst. Museen und Schwimmbäder sind darin ebenso verzeichnet wie Landschaftsparks und Gaststätten und viele andere Stätten für Freizeitvergnügen und entspannende Erholung. Damit sich deutsche Besucher auch jenseits der Maas verständlich machen können, gibt die euregio ein kleines Heftchen mit auf den Weg: "Nederlands voor Neederrijners".

 7) Kunst und Kultur

 14. Jahrestagung der Inventarisatoren des kirchlichen Kunstgutes der deutschen
(Erz-)Bistümer am 17./18. November 2005 in Steyl/Niederlande

 Die Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V. arbeitet seit Beginn 2004 an einem flächendeckenden Inventarisationsprojekt zur Glasmalkunst in der euregio rhein-maas-nord. Dies betrifft ein Gebiet von etwa Kevelaer bis Neuss und auf niederländischer Seite von Venray bis Echt. Betroffen sind die (Erz-)Bistümer Köln, Münster, Roermond und Aachen, die zwei letzteren gemeinsam mit der „Stichting Wetenschapsinstituut Glasschilderkunst Twintigste Eeuw“ als Projektpartner.Dieses Projekt ist sehr wichtig da es nicht nur erschreckend ist, wie schnell das Wissen um die Kunst verloren geht, und wie wenige Informationen in Archiven zur Verfügung stehen, sondern auch die Glasbilder selbst z.T. in höchstem Maße gefährdet sind durch Aufgabe von Kirchen und Klöstern und durch Abriss oder Umbau.

 

 

8) EuregioGesundheitsPortal
Gesundheit über Grenzen via Internet

 Mit einer neuen Internet-Plattform können sich Patienten, Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken und Patientenvereinigungen einfach und schnell über Gesundheitsversorgung im Nachbarland informieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor: fever
Geschrieben am: 21.09.2006, 19:50 Uhr
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