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Eurotunnel

  Eine Insel wird angebunden 

Der Tunnel:

Baubeginn: 1987 

 

 

 

Eröffnung: Mai 1994  

 

Länge: 50,5 km  

 

Tiefe: 40 m unter dem Meeresboden, 100 m unter dem Meeresspiegel 

 

Kosten: ca. 30 Mrd. DM  

 

Finanzierung: Aktiengesellschaft und 200 Banken  

 

Reisezeit: 19 Minuten  

 

Betrieb: Pendelverkehr und Hochgeschwindigkeitszüge (Eurostar)  

 

„Europa ist wieder vereinigt“, sagte der britische Verkehrsminister Malcolm Rifkind, als der Durchbruch des Tunnels unter dem Ärmelkanal geschafft war. Allerdings sind die Meinungen über den 50 Km langen Tunnel sehr verschieden.

Argumente für den letztendlich Bau des Tunnels waren bzw. sind vor allem:

 Dass mehr Touristen nach Großbritannien kommen würden

Man würde in Tunnelnähe Businessparks gründen

  1. man erhofft sich einen Wachstumsschub in den strukturschwachen Gebieten Kent und Dover, sowie auf der französischen Seite dem Gebiet Nord-pas-de-Calais. (Arbeitsplätze durch 1. und 2.)
  2. Dadurch, dass ein schneller Frachtentransport zwischen Festland und Insel möglich wäre bzw. ist, würden Europas stärksten Industriegebiete und größten Ballungsräume enger zusammenarbeiten können. (s. Golden-Corridor, welcher nun einen direkten Anschluss hätte)

Die Argumente der Kritiker des Tunnelprojekts lauten:

 

 Die Jahrhunderte lange geschätzte Sicherheit und Isolation vor dem Europäischen Festland wird endgültig verloren. (Geschichtlicher Hintergrund)

  1. Ist die durch den Tunnel entstandene Zeitersparnis die immensen Kosten für den Bau des Tunnels wert? (von London bis nach Paris oder Brüssel kommt man nun in 3 anstatt in 5 Stunden)
  2. Britische Kunden könnten nun in Frankreich bestimmte Produkte billiger erwerben und diese nun nicht mehr in eigenen Geschäften kaufen. Das hieße ein großer Finanzieller Verlust für die Englische Wirtschaft ( im Einzelhandel, z.B. in Lebensmittelgeschäften, Supermärkten, Einkaufszentren etc.; aber auch bei Großhändlern)
  3. Die Zerstörung der einmaligen sowie typischen Landschaft von Kent durch den Bau von neuen Autobahnen welche für den Tunnel und die Businessparks benötigt werden, dadurch wird aber auch das Touristenangebot der Region drastisch vermindert. Daraus folgt, dass die Unterstützung des wirtschaftlichen Wachstums durch den Tourismus wegfällt.
  4. Rentiert sich der Tunnel? Damit sich die Gesamtsumme der Kosten des Tunnels lohnen müssten die Züge immer mindestens zu 50% ausgelastet sein.
  5. Die gesamten Arbeitsplätze die mit der Fährindustrie zusammenhängen fallen weg. (die Besatzung der Fähren; die Beschäftigten in den Häfen; alle Zulieferbetriebe die für den Fährbetrieb benötigt werden sind betroffen; Reiseveranstalter; etc.) 

 

 

Autor: fever
Geschrieben am: 21.09.2006, 19:50 Uhr
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