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das sonnensystem

DAS SONNENSYSTEM                                 

 

 

                                                                                                                                                          

 

 

 

 Unser Sonnensystem ist nur eines von Milliarden im Universum. Denn die Sterne am nächtlichen Himmel sind nichts anderes als Sonnen. Das heißt trotzdem nicht, dass alle Sterne unserer Sonne gleichen oder dass um alle Sterne Planeten kreisen. Es gibt unter den Sternen vielmehr Familien wie die Hauptreihensterne, Roten Riesen, Weiße Zwerge, Neutronensterne und weitere. Unsere Sonne gehört zu den Hauptreihensternen. Die Sternfamilien stellen Entwicklungsstadien dar, welche die Sterne in ihrer Lebenszeit durchlaufen. Die Entwicklungsstadien sind durch unterschiedliche Prozesse gekennzeichnet, die in den Sternen ablaufen. Die Sterne gleichen gewaltigen Fusionsreaktoren, denn in ihrem Inneren verschmelzen Atomkerne miteinander, wobei große Energien frei werden, die der Stern als Strahlung in den Raum abgibt – der Stern leuchtet. Ein Planet leuchtet im Gegensatz zu einem Stern nicht. Der Planet reflektiert nur das Licht eines Zentralsterns, den er umläuft. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seine Entstehung:

 

 

 

 

 

Dort wo sich heute unser Sonnensystem ausdehnt befand sich vor etwa 5 Milliarden Jahren eine Wolke aus interstellarem Gas und Staub, der so genannte Solare Nebel. Vermutlich durch die Schockwelle einer nahen Supernova wurde diese Wolke gestört. Durch Gravitations- einflüsse ballte sie sich immer mehr zusammen, in ihrem Zentrum wurden Temperatur und Druck stetig größer. Als eine Temperatur von etwa 10 Millionen Grad erreicht war, setzte ein Kernfusionsprozess ein, unsere Sonne war entstanden!

 

 

Reste der stellaren Gaswolke rotieren und umfließen den Protostern, sie bilden eine scheibenförmige Ansammlung aus Staub und Gas. Diese so genannte Akkretionsscheibe kühlt aus, es kondensieren zuerst die enthaltenen Metalle, danach die Staubteilchen. Winzige Partikel kollidieren, und ballen sich zu immer größeren Brocken zusammen, den Planetesimalen.

 

 

Die in Sonnennähe entstandenen Simale verlieren aufgrund des zu dieser Zeit sehr starken Sonnenwindes ihre leichteren Bestandteile, etwa Wasserstoff und Helium. Sie werden später zu den vier terrestrischen Planeten. Die weiter von der Sonne entfernten Protoplaneten hingegen können solche Bestandteile wegen ihrer enormen Größe halten; Sie entwickeln sich zu den Gasplaneten unseres Sonnensystems.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sonne:

 

 

 

 

 

Entfernung zur Erde: 149 Millionen km

Durchmesser: 1,4 Millionen km

Die Sonne ist der Energiespender der Erde. Ohne Sie wäre kein Leben auf der Erde möglich. Die Sonne erzeugt pro Sekunde 150 Millionen mal so viel Energie, wie alle Kraftwerke der Erde pro Jahr zusammen.
Ihre Masse beträgt tausend mal soviel, wie die aller anderen Planeten in unserem Sonnensystem zusammen.
An der Oberfläche der Sonne herrschen Temperaturen von 6.000 Grad Celsius. Im inneren der Sonne ist es bis zu 16 Millionen Grad heiß.
Die Sonne setzt pro Sekunde ca. 4 Millionen Tonnen Ihrer Masse in Energie um.
Dies kann Sie noch fünf bis sechs Milliarden Jahre tun, bevor Sie stirbt.
Wenn nahe zu alle "Vorräte" an Wasserstoff verbraucht sind, wird sich die Sonne aufblähen.
An ein Leben auf der Erde ist zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr zu denken.
Zuletzt wird dieser aufgeblähte Stern auf einen Durchmesser von gearde mal 6.000 km zusammenfallen. Die einstige Sonne wird allerdings trotzdem ca. 300.000 mal so schwer sein, wie die jetzige Erde. Ihre Farbe wird dann weiß sein.

Doch so weit ist ja noch nicht.

 

 

 

 

 

 

Die einzelnen Planeten:

 

 

 

Merkur:

 

 

mittlerer Abstand zur Sonne: 58 Millionen km

Durchmesser: 4.878 km

Ein Merkurjahr dauert: 88 Tage
Ein Merkurtag dauert: 58 Tage

Anzahl der Monde: 0

Über Merkur, den der Sonne am nächsten stehenden Planeten, ist relativ wenig bekannt. Die Raumsonde Mariner 10 passierte den Planeten in den Jahren 1974 und 1975 zwei mal. Dabei konnte etwa die Hälfte der Oberfläche des Planeten kartographisch erfasst werden.

Die Existenz des Planeten Merkur ist der Menschheit seit dem dritten Jahrtausend vor Christus ein Begriff. Er kann mit dem blossen Auge beobachtet werden, ist jedoch wegen seiner Nähe zur Sonne sehr schwer zu erkennen. Merkur ist der dunkelste unter den Planeten, sein Albedowert beträgt 0,12.

 

 

Als Albedo bezeichnet man die Fähigkeit eines Körpers, das einfallende Sonnenlicht zurückzustrahlen. Im Falle des Planeten Merkur bedeutet der Wert 0,12, das 12% des einfallenden Sonnenlichts reflektiert werden. Merkur zeichnet sich außerdem durch eine sehr exzentrische Umlaufbahn um die Sonne aus.

 

 

 

 

 

Venus:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 108 Millionen km

Durchmesser: 12.104 km

Ein Venusjahr dauert: 224 Tage
Ein Venustag dauert: 243 Tage

Anzahl der Monde: 0

Die Existenz der Venus ist der Menschheit seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt; sie wird manchmal auch als Morgenstern oder Abendstern bezeichnet. Da sie sich teilweise innerhalb der Erdbahn um die Sonne bewegt, zeigt sie ähnlich unseres Mondes verschiedene Phasen. Venus wird manchmal als Schwesterplanet unserer Erde bezeichnet und ist ihr auch in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich. Lange Zeit war man sogar der Ansicht ,das Venus eventuell Leben beherbergen könne ; erst in neuerer Zeit wurde bewiesen , das das ein fataler Irrtum war.

Die Venus ist der zweite Planet in unserem Sonnensystem und mit einer Albedo von 0,65 nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel. Dieser hohe Albedowert wird verursacht durch die dicken Wolkenschichten in ihrer Atmosphäre. Die Exzentrizität ihrer Bahn ist die geringste von allen Planeten des Sonnensystems und ihre Rotationsrichtung ist erstaunlicherweise retrograd.

 

 

 

 

 

Erde:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 149 Millionen km

Durchmesser: 12.700 km
Erdjahr: 365 Tage
Erdtag: 24 Stunden

Anzahl der Monde: 1

Die Erde ist der uns einzige bekannte Planet mit Leben.
Sie ist vor ca. 4,5 Milliarden Jahren entstanden.
Bisher ist nur ein kleiner Teil der Erde erforscht.
Wäre die Erde ein Apfel, so haben wir bisher noch nicht einmal die Schale durchbohrt.
Im inneren unserer Erde ist es 4.000 Grad heiß.
Auch die Erde war früher ein einziger "Lava-Klumpen" und hatte keine feste Oberfläche.
Erst mit der Zeit kühlte sich unser Planet ab. Es bildete sich eine Erdkruste und eine Atmosphäre usw.

 

 

 

Mars:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 228 Millionen km

 

 

Durchmesser: 6.794 km
Ein Marsjahr dauert: 20 Monate
Ein Marstag dauert: 24 Stunden

 

 

Anzahl der Monde: 2

 

 

Der Mars ist der erdähnlichste Planet in unserem Sonennsystem.
Er hat zwei Monde (Phobos und Deimos).
Der Mars ist von der Erde aus mit bloßem Auge zu erkennen.
Er ist aufgrund seiner dünnen Atmosphäre mit Kratern übersät.
Forscher versuchen herauszufinden, ob es einmal Leben auf dem Mars gab, oder ob zumindest die Vorraussetzungen dafür gegeben waren.
Nach neuesten Erkenntnissen ist der Mars seit den letzten drei bis vier Millionen Jahren trocken und kalt.
Flüssiges Wasser kann es daher nur in der Frühzeit des Planeten gegeben haben.
Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mars einmal unsere neue Heimat werden wird.
Dafür müssten wir aber die technischen Vorraussetzungen schaffen, die Atmosphäre durch einen künstlichen Treibhauseffekt auf unsere Belange zu modifizieren.
Der Marsboden besteht aus eisenreichem Gestein.
Die rötliche Färbung kommt daher, dass der Mars buchstäblich verrostet ist.
Die Marssonde "Mars Express" lieferte den Forschern nun spektakuläre Bilder.
Auf hochauflösenden Bildern des Mars Express glauben die Wissenschaftler riesige Schollen von Packeis zu sehen.
Das Gebiet hat etwa die Größe der Nordsee. Die Tiefe des Sees wird auf 45 Meter geschätzt.
Die Größe der einzelnen Schollen entspricht der Größe von Packeisschollen auf der Erde.
Das Alter des zugefrohrenen Sees wird auf 5 Millionen Jahre geschätzt.

 

 

 

Jupiter:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 778 Millionen km

Durchmesser: 142.984 km
Ein Jupiterjahr dauert: 11 Jahre
Ein Jupitertag dauert: 9 Stunden

Anzahl der Monde: 63

Der Jupiter ist der größte Planet in unserem Sonnensystem.
Er ist mehr als 1.400 mal so groß wie die Erde und besitzt min. 63 Monde.
Jupiter ist ein Gasplanet ohne feste Oberfläche.
Er besteht hauptsächlich aus Helium und Wasserstoff.
Mit zunehmender Tiefe wird dieses Gemisch immer dichter und heißer, bis der Wasserstoff schließlich erst zu einer Art elektrisch leitender Flüssigkeit und dann zu einer Art Metall wird.
Durch die schnelle Rotation um seine eigene Achse entstehen Wirbelstürme, die Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreichen.
Der auffälligste Sturm ist im unteren Drittel des Bildes als roter Fleck zu sehen.
Er ist größer als die Erde und wirbelt seit über 350 Jahren an der gleichen Stelle.
Auch der Jupiter hat einen "Ring". Er ist ca. 30 km dick und besteht aus kleinen Staub- und Gesteinsteilen.
Jupiter besitzt ein so großes Magnetfeld, dass sich Menschen ihm nur bis auf ca. 300.000 km nähern könnten, ohne dass die Strahlung für sie tödlich wäre.

 

 

 

Saturn:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 1.427 Millionen km

Durchmesser: 120.536 km
Ein Saturnjahr dauert: 29 Jahre
Ein Saturntag dauert: 10 Stunden

Anzahl der Monde: 48

Der Durchmesser des Saturn ist fast zehn mal so groß wie der Durchmesser der Erde.
Saturn hat min. 33 Monde. und ist ebenfalls ein Gasplanet.
Ca. 18 - 23 Ringe umgeben diesen Planeten. Sie enthalten Milliarden Gesteinstrümmer.
Sie sind teilweise nur Staubkorngroß, können aber auch die Größe eines Einfamilienhauses erreichen.
Der Durchmesser der Ringe beträgt ca. 280.000 km. Ihre Dicke beträgt hingegen nur ca. 100 Meter.
Nach neuesten Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass die Ringe nicht, wie bisher angenommen, viereinhalb Milliarden Jahre alt sind, sondern erst wenige hundert Millionen Jahre alt sind.
Eventuell sind sie durch den Zusammenstoß zweier Monde entstanden.
Dies ist aber noch nicht bewiesen.

 

 

 

Uranus:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 2,86 Milliarden km

Durchmesser: 51.118 km
Ein Uranusjahr dauert: 84 Jahre
Ein Uranustag dauert: 17 Stunden

Anzahl der Monde: 27

Uranus ist ein riesiger Gasplanet.
Das Besondere an Uranus ist, dass seine Rotationsachse gekippt ist. Dies ist vermutlich auf einen Zusammenprall mit einem riesigen Himmelskörper zurückzuführen.
Der Uranus besitzt mindestens neun schwach erkennbare "Ringe".

 

 

 

 

 

Neptun:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 4,5 Milliarden km

Durchmesser: 49.530 km
Ein Neptunjahr dauert: 163 Jahre
Ein Neptuntag dauert: 17 Stunden

Anzahl der Monde: 13

Er ist der letzte von vier Gasplaneten in unserem Sonnensystem.
Die Wirbelstürme auf Neptun sind die schnellsten im ganzen Sonnensystem.
Sie erreichen Geschwindigkeiten von 20.000 km/h.

 

 

 

Pluto:

 

 

Mittlerer Abstand zur Sonne: 6 Milliarden km

 

 

Durchmesser: 2.390 km
Ein Plutojahr dauert: 248 Jahre
Ein Plutotag dauert: 153 Stunden

 

 

Anzahl der Monde: 3

Pluto hat einen Mond (Charon), der fast genau so groß ist wie er selbst.
Plutos Rotationsachse ist ebenfalls gekippt.
Es wird spekuliert, das Pluto nur ein ausgebrochener Mond ist, der nun seine eigene Bahn um die Sonne führt.

 

 

 

 

 

 

Der Asteroidengürtel:

 

 

 

 

 

Das innere und das äußere Planetensystem wird durch einen Asteroidengürtel getrennt.
Die Umlaufbahn dieser Asteroiden dauert zwischen drei und sechs Jahren.
Einige dieser Asteroiden kommen Jupiter so nahe, dass dieser sie "einfängt".
Manchmal können daraus sogar kleine Jupitermonde entstehen.
Was den Asteroidengürtel angeht, gibt es verschiedene Theorien der Wissenschaftler.
Die einen sagen, dass es die Gesteinsbrocken einfach nicht geschafft haben, in der Entstehungszeit der Planeten zu einem Himmelskörper zu verschmelzen.
Die anderen sagen, dass es früher einmal einen Planeten zwischen Mars und Jupiter gab, der allerdings zersprengt wurde.

Das größte Objekt im Asteroidengürtel bekam den Namen "Ceres".
Ceres hat einen Durchmesser von ca. 930 km und besitzt ca. ein Viertel der Gesamtmasse des Asteroidengürtels.
Zum Vergleich: Pluto hat etwa 14 mal mehr Masse als Ceres.

 

 

 

 

 

 

2003 UB313 (inoffiziell auch Xena):

 

 

 

 

 

Forscher haben einen neuen Planeten in unserem Sonnensystem entdeckt !!!
Er befindet sich im Kuiper-Gürtel und ist wahrscheinlich größer als Pluto.
Seinen Entfernung zur Sonne beträgt 97 Astronomische Einheiten (kurz:AE)
Eine AE ist der Abstand der Erde zur Sonne (also 149 Millionen Kilometer).
"2003 UB313" hat einen Mond und benötigt für einen Umlauf um die Sonne 560 Erdjahre.
Obwohl es sich bei der Entdeckung um ein typisches Objekt des Kuiper-Gürtels handelt, sind Astronomen der Meinung, dass "2003 UB313" allein schon wegen seiner Größe zu den Planeten gezählt werden muss.
(Sedna wird, da er kleiner als Pluto ist, immer noch zu den Planetoiden gezählt).
Über die genaue Größe kann man allerdings noch keine genauen Angaben machen.
Als Obergrenze wird von einem Durchmesser von 3.000 Kilometern ausgegangen.
(zum Vergleich: Pluto hat einen Durchmesser von 2.390 Kilometern).
Entdeckt wurde der Planet von Dr. Mike Brown, der auch schon "Sedna" entdeckte.
Einen offiziellen Namen für "2003 UB313" gibt es übrigens noch nicht.

Autor: tommy-1189
Geschrieben am: 20.06.2006, 21:52 Uhr
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