Musste man 1960 noch über 2,5 Stunden arbeiten, um ein Kilogramm Schweinektelett bezahlen zu können, reichte 1999 der Lohn einer guten halben Stunde Arbeit aus. Ein Grund zu ungetrübter Freude? Für den Verbraucher zählt zunächst der Preis im Laden. Doch die günstigen Preise sind nur durch Massentierhaltung möglich, aus der 98% des verzehrten Fleisches in Deutschland stammen. Mit zwei Euro täglich wird in der EU eine Kuh subventioniert - von kostendeckenden Erzeugerpreisen kann also nicht die Rede sein, und der Kunde zahlt mehrfach an jeder Stelle drauf. Gefördert wird mit dieser Preispolitik eine Agrarwirtschaft, die durch Intensivierung, Spezialisierung und Robotisierung gekennzeichnet ist und ökologische Risiken mit hohen Folgekosten für die Allgemeinheit birgt. Sowohl Massentierhaltung als auch Ackerbau und Sonderkulturen belasten Gewässer und Böden durch Gülleaufkommenn Energie- Pestizid- und Düngemitteleinsatz. So entstanden in Deutschland im Jahr 2000 un Folge des Pestizideinsatzes so genannte externe Kosten von über 125 Millionen Euro für Trinkwasser- und Artenschutz, Lebensmittelkontrolle und allgemeine Gesunsheitsbelastung